Pausa: Privatgemächer, die bezaubern und schockieren
10.09.11
Der „Saba Ultracolor Telecommander“ mit Fernbedienung – in eine geradlinige Holzblende eingepasst – hat Staub angesetzt. Tristesse und edles Understatement Tristesse, hinter verschlossenen Tür
en: Seit Jahren dämmern die zwei Wohnungen in den oberen Stockwerken des Verwaltungsgebäudes dahin. Es ist alles da: In den verlassenen Privatgemächern der Pausa-Fabrikanten zeigt sich die volle Bandbreite dessen, was auch die lange und turbulente Geschichte der ehemaligen Textil-Druckerei ausgemacht hat. Der Museumsleiter der Stadt Mössingen hat viel über die Pausa und ihre Geschichte geforscht. „Selbst in den Hochzeiten der Fabrik war wohl nicht viel Leben in den oberen Stockwerken“, sagt Hermann Berner. „Die Unternehmer haben die Wohnungen genutzt, wenn sie abends nicht mehr nach Hause in ihre Villa fahren wollten. Mal seelenlos – und oft berückend schlicht.
Lesen: Schwäbisches Tagblatt